Stiftungsprofessur Architekturkommunikation

Riklef Rambow eröffnet das Symposium „Mehr als Backstein und Fritten“ (Foto © Hannah Cooke)

Riklef Rambow eröffnet das Symposium „Mehr als Backstein und Fritten“ (Foto © Hannah Cooke)

Die Stiftungsprofessur Architekturkommunikation wurde von der Wüstenrot Stiftung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) für fünf Jahre bis zum Wintersemester 2014/15 eingerichtet. Nach einer kurzen Überbrückungszeit wurde die Professur zum Mai 2015 vom KIT übernommen und verstetigt. Prof. Dr. Riklef Rambow wurde erneut berufen. Die Wüstenrot Stiftung unterstützt die Professur auf weitere fünf Jahre mit einer halben Mitarbeiterstelle und der Finanzierung der Grundausstattung. Die Verstetigung der Professur bestätigt, dass das Fachgebiet Architekturkommunikation (a*komm) mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Karlsruher Architekturausbildung geworden ist. Es ist mit Modulen im Bachelor- und im Master-Studium fest verankert und die Zahl der betreuten Masterarbeiten wächst stetig.

Am Fachgebiet Architekturkommunikation konnte mit Mitteln aus dem Fakultätslehrpreis 2013 das Veranstaltungsprogramm „a*komm | außer der reihe“, das aus drei Symposien, zwei Gastvorträgen und einer Ausstellung bestand, realisiert werden. Im Symposium „Wischen, Scrollen, Blättern“ wurden neue Formen des Architekturjournalismus diskutiert, die Veranstaltung „Mehr als Backstein und Fritten“ brachte Vertreter der jungen belgischen Architekturszene ins Architekturschaufenster Karlsruhe. Das australische Büro „studio505“ gab Einblick in seine Projekte im asiatischen Raum.

Das Symposium „Es heißt ja Ausstellung und nicht Ausdruckung“ (u. a. mit Beiträgen von Hubertus Adam und Oliver Elser) widmete sich den Möglichkeiten und Grenzen von Ausstel- lungen als Medium der Architekturkommuni- kation. Diese Thematik bildete über mehrere Jahre einen Schwerpunkt der Tätigkeit des Fachgebiets in Forschung und Lehre. Die Ausstellung, die das Symposium begleitete, basierte auf studentischen Arbeitsergebnissen aus zwei Masterseminaren. Darauf baute das Forschungsprojekt „Aktuelle Positionen kuratorischer Praxis in der Architektur“ auf, dessen Ergebnisse im Oktober 2015 in der Buchveröffentlichung „Architektur als Exponat“ vorgelegt wurden.

Auf der Architekturbiennale Venedig 2014 wurde eine Vollerhebung der Ausstellungskonzepte sämtlicher Länderpavillons vorgenommen, um eine internationale Bestandsaufnahme kuratorischer Praxis zu ermöglichen. Dieses Forschungsvorhaben soll auf der Biennale 2016 fortgeführt werden. Im Projekt „Architektur 1:1“ wurde ein von Studierenden im Rahmen einer Lehrveranstaltung entwickeltes Ausstellungskonzept in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Karlsruhe realisiert. Hierbei wurde der temporäre Pavillon des Architekten Jürgen Mayer H., der zentrale Ort des 300. Stadtgeburtstages von Karlsruhe im Sommer 2015, genutzt, um zentrale architektonische Konzepte anschaulich und auf spielerische Weise begreifbar zu machen. Die verschiedenen Projekte zu Architekturausstellungen wurden in zahlreichen Vorträgen auf Symposien und Tagungen zur Diskussion gestellt.

Das Fachgebiet engagierte sich auch in 2014/15 bei der Erstellung des Räumlichen Leitbilds Karlsruhe. Neben der beratenden Tätigkeit im sogenannten Begleitgremium wurde der umfassende Beteiligungsprozess in einer Lehrveranstaltung analysiert. Die Studierenden führten in der Ausstellung „Die Stadt neu denken“ eine Besucherbefragung durch und entwickelten Vorschläge für zusätzliche Beteiligungsformate.

Projektlaufzeit: seit 2013
Projektbeteiligte:Karlsruher Institut für Technologie; Stiftungsprofessur für Architekturkommunikation, Prof. Dr. Riklef Rambow