Schabbelhaus in Wismar

Wismar ist reich an baugeschichtlichen Zeugnissen. Auch das von dem Ratsherrn Hinrich Schabbell 1569-1571 erbaute und zentral gelegene Bürgerhaus gehört zu den herausragenden Renaissancebauten in der Tradition der aus den Niederlanden übernommenen Backsteinkunst. Dabei orientierte sich der Utrechter Baumeister Philipp Brandin an den Vorlagen seines Landsmannes Hans Vredemann de Vries und konzipierte das Schabbellhaus als Leitbau einer eigenständigen Stilrichtung im Ostseeraum.
Bei der Aufnahme dieses als „stadtgeschichtliches Museum“ genutzten Gebäudes in ihr Denkmalprogramm hat die Wüstenrot Stiftung neben dem hohen kulturhistorischen Wert des Schabbellhauses auch die vorbildhafte Haltung der Stadt gegenüber ihrem baukulturellen Erbe im Auge gehabt.

Nach jahrzehntelanger Vernachlässigung, insbesondere des Nebengebäudes, war eine umfassende Sanierung erforderlich, wobei eine pseudohistorische Neufassung der Fassade vermieden werden und ein handwerkliches „Wieder-in-Ordnung-bringen“ der äußeren Hülle vordringliches Ziel des Stiftungsengagements war.

Nach umfangreichen Voruntersuchungen konzentrierten sich die Bauarbeiten daher auf Fundamentverstärkungen und auf eine behutsame Erneuerung des gesamten Mauerwerks und Dachstuhls. Getreu historischer Vorlagen wurden Nebenhaus und Haupthaus mit einer Schlemme aus eisenoxydrotem Anstrich im Erscheinungsbild wiederhergestellt.

image2015-02-26-153350-4a

Das Hauthaus nach der Instandsetzung (Foto: René Legrand © Wüstenrot Stiftung)

Die Instandsetzung erfolgte in Bauherrengemeinschaft mit der Stadt Wismar bei einer Planungs- und Bauzeit von rund 2 Jahren. Im Rahmen eines Festaktes am 18. März 1997 unter Beteiligung von zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung konnte die Wüstenrot Stiftung das Gebäude wieder in die Hände der Stadt zurückgeben.

Nach umfangreichen Voruntersuchungen konzentrierten sich die Bauarbeiten daher auf Fundamentverstärkungen und auf eine behutsame Erneuerung des gesamten Mauerwerks und Dachstuhls. Getreu historischer Vorlagen wurden Nebenhaus und Haupthaus mit einer Schlemme aus eisenoxydrotem Anstrich im Erscheinungsbild wiederhergestellt.

Die Instandsetzung erfolgte in Bauherrengemeinschaft mit der Stadt Wismar bei einer Planungs- und Bauzeit von rund 2 Jahren. Im Rahmen eines Festaktes am 18. März 1997 unter Beteiligung von zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung konnte die Wüstenrot Stiftung das Gebäude wieder in die Hände der Stadt zurückgeben.

Projektlaufzeit:Denkmalprojekt:Eigentümer/Nutzer:
1994 – 1996Arch.-Büro Mai-Zill-Kuhsen, LübeckStadt Wismar