Meisterhaus Kandinsky/Klee in Dessau

Doppelhaus Kandinsky/Klee, Ansicht Süd-Ost, 2011 (Foto: Yvonne Tenschert [2011] © Stiftung Bauhaus Dessau)

Doppelhaus Kandinsky/Klee, Ansicht Süd-Ost, 2011 (Foto: Yvonne Tenschert [2011] © Stiftung Bauhaus Dessau)

Das Meisterhaus Kandinsky/Klee ist Teil des 1926 von Walter Gropius geplanten Ensembles für die Bauhausmeister, das
1996 zusammen mit dem Bauhausgebäude in Dessau und den Bauhausbauten in Weimar in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen wurde. Bereits durch die Instandsetzung des Meisterhauses Muche/Schlemmer 1998 –2002 trug die Wüstenrot Stiftung zum Erhalt dieses Erbes bei. Mit einer Machbarkeitsstudie untersuchte die Wüstenrot Stiftung 2016/2017 die Möglichkeit, das Meisterhaus Kandinsky/Klee nach der intensiven Abnutzung durch Hunderttausende von Besuchern/innen, Ausstellungen und Veranstaltungen in den vergangenen 20 Jahren wieder grundlegend instand zu setzen. Dabei wurden u. a. das zeitgeschichtliche und bauhistorische Material gesichert und aufgewertet, Bausubstanz und Gebäudetechnik untersucht und bewertet sowie Schäden, Mängel und Defizite identifiziert. Auf dieser Grundlage wurden ein Maßnahmenkatalog für die denkmalpflegerische Instandsetzung konzipiert und erarbeitet sowie die Projektkosten ermittelt.

2017 wurde der Entschluss zur Instandsetzung gefasst und der Architekt Winfried Brenne beauftragt. Das Haus soll rechtzeitig zum 100. Bauhausjubiläum 2019 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Für die Besucher/innen werden das räumliche Erlebnis und die Architektur im Vordergrund stehen. Im Meisterhaus Kandinsky/Klee zeigt sich dabei in besonderer Art und Weise ein durch Farbgebung künstlerisch geprägtes Gestaltungs- und Wohnverständnis. Ein Verständnis, welches auch eine der gropiusschen Gestaltung teilweise entgegengesetzte Dimension des Bauhauses veranschaulicht.

Projektlaufzeit:Denkmalprojekt:Eigentümer/Nutzer:
seit 2017Brenne Architekten, Berlin: Winfried Brenne,
Anna-Sophie Pradel, Manuel Vitt; Atelier Schöne Konservierung
und Restaurierung, Halle: Peter Schöne, Henry Krampitz;
Dresden; IFB Ingenieure, Berlin: Friedemann Stahl (Technische
Gebäudeausrüstung); Ingenieurbüro Dr. Carsten Riedel, Dessau-
Roßlau (Tragwerksplanung); Ingenieurbüro Klaus Meermeier,
Berlin (Gebäudeschäden); Ingenieurbüro NovaBiotec, Berlin
(Schadstoffe): Bert Kühl; Restauratorische Beratung:
Prof. Dr. Thomas Danzl, Dresden
Denkmalbehörden: Landeskonservatorin Dr. Ulrike Wendland,
Monika Lüttich
Stiftung Bauhaus Dessau: Dr. Claudia
Perren, Frank Assmann, Monika Markgraf, Dr. Werner Möller