Literatur bewahren! Irmgard Keun

Mit „Irmgard Keun: Das Werk“ – herausgegeben im Auftrag der Wüstenrot Stiftung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung durch Heinrich Detering und Beate Kennedy – ist im September 2017 die achte Edition erschienen. Die durch die Schriftstellerin Ursula Krechel als Patin begleitete Ausgabe eröffnete die neue Ausrichtung der Reihe auf Autorinnen des 20. Jahrhunderts.

Irmgard Keun (*1905, † 1982) gilt seit der aufsehenerregenden Wiederentdeckung ihres Werkes in den 1970er-Jahren als
eine der großen Schriftstellerinnen der Neuen Sachlichkeit. Dabei hat sich die Aufmerksamkeit vor allem auf zwei Romane
konzentriert: „Das kunstseidene Mädchen“ (1932) und den im niederländischen Exil erschienenen „Nach Mitternacht“ (1937). Die Neuausgabe präsentiert erstmals das Gesamtwerk Irmgard Keuns. Sie enthält alle erhaltenen Texte Keuns von der Weimarer Republik bis in die 1960er-Jahre, darunter zahlreiche Wieder- und Neuentdeckungen. Ein überraschend facettenreiches Werk, das neben den Romanen auch Kurzgeschichten und Satiren, Antimärchen und zeitkritische Glossen umfasst. Es zeigt die Autorin als scharfe und sensible Beobachterin der deutschen Zeitgeschichte und als eine Sprachkünstlerin, deren Rang immer noch zu entdecken ist.

In einem einleitenden Essay stellt Ursula Krechel das vielschichtige und mitreißende Werk Irmgard Keuns vor. Der umfassende Kommentar von Heinrich Detering und Beate Kennedy erschließt die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte, die zeitgeschichtlichen und literarischen Kontexte und erzählerischen Verfahren der Werke. Das Werk wurde in mitreißenden Veranstaltungen in Berlin, Köln, Stuttgart, Frankfurt a. M. und Hamburg vorgestellt.

IMPRESSIONEN VON DER BUCHPRÄSENTATION IM LITERATURHAUS STUTTGART am 11.01.2018

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