Kleine Städte und große Dörfer im ländlichen Raum

Foto: Thomas Wolf © Wüstenrot Stiftung

Foto: Thomas Wolf © Wüstenrot Stiftung

Die Entwicklungsperspektiven des ländlichen Raumes werden in Deutschland als begrenzt und problembehaftet eingestuft. Wesentliche Faktoren für die Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum sind die Initiative und die Eigenverantwortung der Menschen vor Ort. Viele Beispiele zeigen, dass es auch in kleinen Gemeinden vielfältige Chancen für eine Gestaltung der eigenen Zukunft gibt. Schwieriger scheint der Aufbau gemeinsamen Engagements hingegen in großen Dörfern und kleinen Städten (2.000 bis 8.000 Einwohner/innen). Hier fördern noch vorhandene Infrastruktur, diffuse Verantwortlichkeiten und politische Beschwichtigung oft eine abwartende Haltung und verhindern den frühzeitigen, präventiven Aufbau neuer Angebote und Konzepte.

Die Veranstaltung

Um in diesem Spannungsfeld praxisorientierte Beispiele zu suchen, die als Impulse und Modelle dienen können, unterstützt die Wüstenrot Stiftung seit 2010 das mehr als 30 Jahre bestehende und alle zwei Jahre stattfindende Dorfsymposium des interdisziplinären Arbeitskreises Dorfentwicklung (Bleiwäscher Kreis), einer Arbeitsgemeinschaft von Hochschullehrern/innen, Vertretern/innen der kommunalen Praxis und weiteren Fachleuten. Diese Symposien bilden eine zentrale Plattform für den Austausch von Wissenschaft, Verwaltung, Planung und Praxis zur Entwicklung des ländlichen Raumes in Deutschland. Erstmals 2014 agierte die Wüstenrot Stiftung auch als direkte Kooperationspartnerin bei der Durchführung des Dorfsymposiums.

Das Thema „Kleine Städte und große Dörfer im ländlichen Raum“ des 20. Dorfsymposiums 2016 in Luisenthal ist aus einem gemeinsamen Interesse entstanden. Durch die direkte Kooperation sollte eine erhöhte Reichweite der Inhalte erzielt und die Bedeutung einer Auseinandersetzung mit den Zukunfts- und Entwicklungsperspektiven in ländlichen Räumen stärker in das gesellschaftliche Bewusstsein gerückt werden. Das Symposium behandelte anstehende Fragen und Probleme des Dorfes im Diskurs von Wissenschaft und Praxis – von Experten/innen und Dorfbewohnern/innen. Im Vordergrund stand die Entwicklung praxisorientierter Antworten und Anregungen.

Projektlaufzeit:Kooperationspartner:
seit 2016Prof. Dr. Henning Bombeck, apl. Prof. Dr. Karl Martin Born, Prof. Dr. Doris Schmied, Arbeitskreis Dorfentwicklung (Bleiwäscher Kreis)