Dialog der Kommunen in Deutschland und Frankreich

Foto: Stefan Krämer © Wüstenrot Stiftung

Foto: Stefan Krämer © Wüstenrot Stiftung

Die Urbanisierung ist ein globaler Trend, der scheinbar unaufhaltsam in allen Regionen voranschreitet. Seit 2008 lebt erstmals in der Geschichte mehr als die Hälfte der Menschheit in Städten. Der weitere Prozess der Verstädterung verläuft in den einzelnen Ländern – abhängig vom bereits erreichten Modernisierungsgrad – mit unterschiedlichem Tempo und unterschiedlichen Wirkungen.

Deutschland weist im weltweiten Vergleich einen überdurchschnittlich hohen Verstädterungsgrad auf. Aktuell werden dabei vor allem Prozesse der Reurbanisierung und der Gentrifizierung, der Segregation und der Veränderung der Lebensweisen beobachtet und thematisiert. In Frankreich entwickelt sich ergänzend dazu seit 2012 eine Diskussion über ein Auseinanderdriften der Lebenslagen zwischen Zentren und periurbanen Räumen. Diese Diskussion greift u.a. die vielfältigen Hinweise auf, dass mit der weiteren Ausdifferenzierung der Urbanisierung nicht nur siedlungsstrukturelle Veränderungen verbunden sind, sondern dass sich auch Lebensweisen und -orientierungen vieler Menschen verändern.

Das Projekt

Die Wüstenrot Stiftung hat gemeinsam mit dem Deutsch- Französischen Institut (Ludwigsburg) in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Schritte unternommen, um einen lokalen und regionalen Austausch zwischen deutschen und französischen Kommunen, insbesondere zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung, zu initiieren und zu unterstützen.

Ziel ist es, in diesem Projekt die Entwicklung von urbanen Großräumen und die mit der fortschreitenden Urbanisierung verbundenen Auswirkungen auf die Lebensqualität und auf die ökonomische, politische und soziale Teilhabe der Bevölkerung vergleichend zu untersuchen.

Eine praxisorientierte Studie soll für möglichst viele Akteure/innen aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft in verschiedenen Regionen und Gebietskörperschaften konkrete Handlungsansätze erkennbar machen.

Ansätze und Ergebnisse des Projekts werden durch eine zweisprachige Publikation, eigene Veranstaltungen und Präsentationen bei Fachveranstaltungen anderer Institutionen (Ministerien, Akademien, Hochschulen) verbreitet.

Projektlaufzeit:Kooperationspartner:
seit 2017Auftragnehmer: Prof. Dr. Frank Baasner, Dominik Grillmayer, DFI Deutsch-Französisches Institut, Ludwigsburg