Wohnen jenseits des Standards. Neue Wege der Bedürfnisgerechtigkeit, Wahlfreiheit und Differenzierung im Wohnungsbau

WJDS

Das Forschungsprojekt untersucht innovative Lösungen für bedürfnisgerechte und differenzierte Wohnangebote. Genossenschaften und Baugemeinschaften bieten in zahlreichen Städten eine Alternative zu herkömmlichen Akteuren am Wohnungsmarkt. Sie sprechen zumeist aufgeschlossene Zielgruppen an, die neue Wohnangebote suchen.

Damit handeln Genossenschaften und Baugemeinschaften wie Pioniere im Wohnungsmarkt, die für ihre spezifischen Nutzer neue Wohnlösungen erproben. Die Uminterpretation von Standards ist dabei ein zentrales Thema. Denn bei begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen entstehen Gestaltungsspielräume nur dann, wenn Grenzen neu ausgelotet werden. Die realisierten Wohnungsbauten weisen zahlreiche Innovationen auf – nicht nur baulich und technisch, sondern auch sozial, ökonomisch und kulturell.

In einem Fallstudienansatz werden ausgewählte innovative Akteure und ihre realisierten Wohnungsbauprojekte untersucht. Neben den innovativen Lösungsansätzen werden die dahinter stehenden ökonomischen, sozialen und kulturellen Treiber sowie die Aushandlungs- und Abwägungsprozesse in der Projektgenese durchleuchtet. Zugleich gilt es, die langfristige Wohnqualität mit in den Blick zu nehmen: Welche innovativen Lösungen bewähren sich im Lebenszyklus der Immobilie und überdauern damit die individuellen Absichten und Impulse der Nutzer, Entwerfer und Projektentwickler zu Projektbeginn?

Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, von den Erfahrungen innovativer Akteure für eine stärkere Differenzierung, Flexibilisierung und damit verknüpfte individuelle Wahlfreiheit des Wohnanagebots herkömmlicher Akteure im Mietwohnungsbau zu lernen. Zwei Workshops dienen dem Wissenstransfer sowie der Diskussion unter den innovativen und herkömmlichen Akteuren im Wohnungsbau.

Projektlaufzeit:Januar 2017 – Juli 2018
Auftragnehmer:Dr. Agnes Förster und Leila Unland, STUDIO | STADT | REGION, München