Viele Städte in Deutschland sind aktuell von einer wichtigen Umbruchsituation gezeichnet. Die Herausforderung, die es für sie zu bewältigen gilt, heißt „Stadtumbau“. Erfolg oder Misserfolg der auf diese Herausforderung gerichteten Maßnahmen bestimmen wesentlich über die Zukunftsperspektiven der Städte in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Nach einer langen Phase des Wachstums, in der die Aufgaben und Probleme der Stadtentwicklung vor allem über räumliche Expansion gelöst wurden, hat in den vergangenen Jahren ein neuer Abschnitt begonnen, in der Lösungen vor allem über die Rückbesinnung auf den Bestand und dessen kreative Nutzung gefunden werden müssen.

Einen wichtigen Baustein in der Stadtentwicklung bildet vor diesem Hintergrund die Zwischennutzung von Gebäuden und Brachen, die infolge des wirtschaftlichen Strukturwandels ihre angestammte Funktion verloren haben. Für erstklassige Lagen („Filetgrundstücke“) und nutzungsneutrale Gebäude findet sich in der Regel eine neue Nutzung einfacher als bei den so genannten ökonomischen Grenzstandorten.

 
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