Mit der Förderung von Stiftungsprofessuren an deutschen Hochschulen verfolgt die Wüstenrot Stiftung eine doppelte Zielsetzung. Zum einen sollen auf diese Weise offensichtliche Schwächen und Defizite in Forschung und Lehre auf bestimmten Feldern behoben und das diesbezügliche Angebot der ausgewählten Hochschule neuen Anforderungen angepasst werden. Zum anderen spiegeln die eingerichteten Stiftungsprofessuren einzelne zentrale Programmpunkte und Handlungsfelder der gemeinnützigen Arbeit der Stiftung und bilden somit einen „Resonanzboden“ für innovative Forschungsprojekte und neue zeitgemäße Lern- und Lehrinhalte.

Nach einer Dekade Hochschulförderung ist die Bilanz grundsätzlich positiv. Das Fördermodell der Stiftung wurde allerdings in den letzten Jahren den veränderten Rahmenbedingungen angepasst und neu orientiert – weg von der langfristigen Finanzierung eines Stiftungslehrstuhls (Professur einschließlich Mitarbeiter) hin zur Förderung so genannter Zeit- bzw. Gastprofessuren auf einer flexiblen Arbeitsbasis und begrenzt auf maximal fünf Jahre Förderdauer.