Archäologie-Preis Baden-Württemberg

Verleihung Archäologiepreis © Iris Geiger-Messner, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Verleihung Archäologiepreis © Iris Geiger-Messner, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Der Archäologie-Preis Baden-Württemberg wird alle zwei Jahre vergeben. Seit 2000 wird er von der Wüstenrot Stiftung getragen. Das Landesamt für Denkmalpflege, die Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. sowie der Förderkreis Archäologie in Baden e.V. als beteiligte Institutionen würdigen mit der Preisvergabe herausragende ehrenamtliche Leistungen auf dem Gebiet der archäologischen Denkmalpflege. Über die Preisvergabe entscheidet eine sachverständige Jury.

Archäologie-Preis Baden-Württemberg 2014

Den Archäologie-Preis Baden-Württemberg 2014 haben der Historische Verein Bauland e.V., Osterburken, sowie Christel Bock und Achim Lehmkuhl aus Bempflingen, erhalten. Staatssekretär Ingo Rust würdigte die Preisträger bei der Verleihung im Stuttgarter Neuen Schloss „für ihr jahrzehntelanges persönliches Engagement beim Schutz des kulturellen Erbes unseres Landes, bei der Unterstützung archäologischer Untersuchungen und für die Vermittlung archäologischer Inhalte“. Die Preisträger teilen sich das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Den mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis erhielt der Förderverein Römerhaus Walheim e.V.

Um ein römisches Badegebäude in Osterburken vor der Zerstörung zu bewahren, haben sich im November 1976 31 Bürgerinnen und Bürger zusammengetan. Durch ein beharrliches Einwirken auf die Stadtverwaltung und eine parallel dazu durchgeführte Spendensammlung gelang schließlich der Erwerb des Grundstücks. 1983 wurde das zunächst in Eigenregie betriebene Römermuseum Osterburken als Zweigmuseum des Badischen Landesmuseums eröffnet. Bis auf den heutigen Tag spielt der Historische Verein Bauland e.V. eine wichtige Rolle im Museumsalltag. Gäste finden vor Ort allzeit kompetente Ansprechpartner.

Seit über einem Vierteljahrhundert sind Christel Bock und Achim Lehmkuhl in der Archäologie aktiv. Im Rahmen von Feldbegehungen haben die beiden zahlreiche neue Fundstellen entdeckt. In einigen Fällen kam es zu oft mehrjährigen archäologischen Ausgrabungen. Zeitlich als auch geographisch haben die beiden ein weites Spektrum abgedeckt: vom Paläolithikum bis ins Mittelalter, vom Landkreis Ludwigsburg über die Landkreise Esslingen, Tübingen, Reutlingen bis Sigmaringen und Tuttlingen. Ein Schwerpunkt ihrer ehrenamtlichen Arbeit liegt seit über 15 Jahren im Gebiet des Heidengrabens bei Grabenstetten. Die wichtigsten Entdeckungen des Teams haben in den Jahresbänden der Archäologischen Ausgrabungen in Baden-Württemberg sowie den offiziellen Fundberichten ihren Niederschlag gefunden.

Auslober/beteiligte Institutionen:Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Gesellschaft für Archäologie in
Württemberg und Hohenzollern e. V., Förderkreis Archäologie in Baden e. V.